Steckbrief "Privatbane K"
DSB IF 114, 115


In den 1890er Jahren entwickelten die in der "Syfynske Jernbane" (SFJ) zusammengeschlossenen Privatbahnen eine neue Lok mit Schlepptender unter tatkräftiger Beteiligung von Otto F. A. Busse d. J., dem "Maskindirektør" der DSB. Als Vorlage diente die Reihe K der DSB nach dem Vorbild der US-amerikanischen 2' B-Loks Typ "American", die in einer verkleinerten Version ausgeführt wurde. Die Loks waren auf einem Plattenrahmen aufgebaut mit zwei im Hauptrahmen gelagerten Treibachsen sowie einem zweiachsigen Drehgestell. Das Triebwerk bildeten zwei Naßdampfzylinder mit einfacher Expansion und Allan-Steuerung. Das Führerhaus war an der Stirn- und den Seitenwänden mit Fenstern versehen. Die Betriebsstoffe wurden in einem zweiachsigen Schlepptender mitgeführt.

Die Loks wurden 1896 in insgesamt 4 Exemplaren bei der "Hartmann Sächsische Maschinenfabrik zu Chemnitz (vormals Richard Hartmann AG)" gebaut. Zwei der Maschinen wurden 1933 ausgemustert, die beiden anderen gelangten 1949 bei der Übernahme der SFJ in den Bestand der DSB als DSB IF 114 und 115. Diese Loks wurden 1950/51 ausgemustert, keine blieb erhalten.


Technische Daten "Privatbane K":
Anzahl 4
Hersteller Hartmann
Baujahr 1896
Bauart, Steuerung 2' B n2, Allan
Länge über Puffer 13.380 mm
Rostfläche 1,3 m²
Verdampfungsheizfläche 47,4 m²
Kesselüberdruck 10 atm
Zylinder-Ø 380 mm
Kolbenhub 560 mm
Treib- und Kuppelrad-Ø 1.550 mm
Laufrad-Ø 812 mm
indizierte Leistung - PS
Zugkraft - kg*
Höchstgeschwindigkeit 75 km/h
Dienst- / Reibungsgewicht der Lok 29,7 t / 17,5 t
Tender: Achsfolge / Dienstgewicht 2 / 16,5 t
Vorrat: Wasser / Kohle 5,0 m³ / 2,0 t




Abbildungen:

kein Bild

Zum Verbleib der einzelnen Loks s. Fahrzeugliste


Quellen:
Bay, William (1977): Danmarks damplokomotiver. Herluf Andersens Forlag.


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