Steckbrief SJS D 5, 12, 13, 38-40 / DSB Ds 208-213


Anläßlich der Eröffnung der "Sjællandske Sydbane" zwischen Roskilde, Køge, Næstved und Masnedsund bestellte die "Sjællandske Jernbaneselskab" (SJS) 1870 sechs Schnellzuglokomotiven. Der Auftrag erging an die "Beyer, Peacock & Co." in Manchester, es waren die letzten in England gebauten Lokomotiven der SJS. Die allgemeine Auslegung der Loks entsprach der Reihe SJS E mit einer führenden Laufachse und zwei Kuppelachsen. Die Zweizylinder-Maschine war mit einer innenliegenden Allan-Steuerung versehen. Die Loks waren für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h vorgesehen, ließen sich aber auch ohne Probleme mit 120 km/h fahren. Die Betriebsstoffe wurden in dreiachsigen Tendern mitgeführt.

Bei Lieferung erhielten die Loks Namen und wurden nach dem ersten Exemplar als "VALE-Klasse" bezeichnet. 1871 führte die SJS eine neue Klassifizierung ein und die Maschinen wurden als Baureihe SJS D 5, 12, 13, 38-40 umgezeichnet. Nach Übernahme durch die DSB wurden die Loks ab 1892 als DSB Ds 208-213 geführt. Der Einsatz der Ds erfolgte auf allen Hauptstrecken Seelands, aber auch vor Arbeitszügen. Ihre Ausmusterung erfolgte bis Ende der 1920er Jahre, keine der Lokomotiven blieb erhalten. Einige der Tender fanden weitere Verwendung als Belastungsprüfwagen für Brücken etc.


Technische Daten SJS D 5, 12, 13, 38-40 / DSB Ds 208-213:
Anzahl 6
Hersteller Beyer, Peacock
Baujahre 1870
Bauart, Steuerung 1B 2, Allan
Länge über Puffer 14.061 mm
Rostfläche 1,3 m²
Verdampfungsheizfläche 76,7 m²
Kesselüberdruck 9 atm
Zylinder-Ø 419 mm
Kolbenhub 559 mm
Treib- und Kuppelrad-Ø 1.829 mm
Laufrad-Ø 1.150 mm
indizierte Leistung -
Zugkraft - t
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Dienst- / Reibungsgewicht der Lok 34,2 t / 22,0 t
Tender: Achsfolge / Dienstgewicht 3 / 22,7 t
Vorrat: Wasser / Kohle 7,5 m³ / 3,0 t



Abbildungen:

DK9506 DK8343


Zum Verbleib der einzelnen Loks s. Fahrzeugliste


Quellen:
Bay, William (1977): Danmarks damplokomotiver. Herluf Andersens Forlag.


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